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Robert Brenner, Boom & Bubble.
Die USA in der Weltwirtschaft.
VSA-Verlag Hamburg 2003, 345 Seiten.
Der zentrale Gegenstand dieses Buches ist der Wirtschaftsaufschwung der USA in den 1990er Jahren, die spekulative Blase an den Börsen, welche dieses Wachstum begleitet hat, sowie das anschließende Platzen der Blase und der darauf folgende zyklische Abschwung. Für den Autor stehen die kapitalistische Weltwirtschaft und damit auch die Wirtschaft der USA heute vor tief sitzenden Problemen, welche keine raschen und oberflächlichen Lösungen erlauben. Dies tritt am deutlichsten und in direktester Weise hervor, wenn man die Unfähigkeit der fortgeschrittenen kapitalistischen Volkswirtschaften in ihrer Gesamtheit betrachtet, im Laufe der 1990er Jahre den noch anhaltenden langen Abschwung eindeutig zu überwinden. Nicht einmal ihre eigenen Wachstumsraten in den 1980er oder in den 1970er Jahren konnten sie wieder erreichen. Dies tritt nach Ansicht des Autors auch deutlich in der Folge von immer tieferen Krisen hervor, welche die Weltwirtschaft in den letzten Jahren (das vorliegende Buch wurde 2001 abgeschlossen) erschüttert haben. Intention dieses Buches ist es zu erklären, warum sich diese immer wieder neu einsetzende Stagnation in der internationalen Wirtschaft so hartnäckig hält, selbst durch den Boom der USA in den 1990er Jahren hindurch, und zugleich die wirtschaftlichen Gefahren herauszuarbeiten, welche sich daraus ergeben. Die totale Entfesselung der Märkte während der letzten beiden Jahrzehnte haben für den Autor ein Muster der kapitalistischen Entwicklung wiedergebracht, welches dem der Epoche vor dem Ersten Weltkrieg gleicht. Was jedoch im vorliegenden Buch fehlt ist eine Antwort darauf zu geben, wie denn in den Industriestaaten ein neuer und langfristiger Aufschwung induziert werden kann. Ebenso vergeblich findet man bei Brenner, wie die Bewältigung der ökologischen Frage angegangen werden könnte.
Zum Autor: Robert Brenner ist Professor für Geschichte und Direktor des Center for Social Theory and Comparative History an der University of California in Los Angeles.
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