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Frauen, Aufstehen, rein in die AK !
Was sich in den letzten Jahren unter dem Schlagwort "Frauen- und Familienpolitik" in unserem Land getan hat, ist gelinde gesagt beschämend.
Da wurde auf der einen Seite die "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" schön geredet und auf der anderen Seite den Handelsangestellten, in der Mehrzahl Frauen, am liebsten Öffnungszeiten rund um die Uhr verordnet. Da wurde gegen Partys gewettert und mit Kindergeld für mehr Nachwuchs geworben und auf der anderen Seite den Frauen miese Jobs und geringfügige Beschäftigung geboten. Und damit Frauen auch im Alter nicht über die Stränge hauen, wurde mit der letzten "Pensionsreform" nicht nur die rasche Hinaufsetzung des Pensionsantrittsalters, sondern auch eine längere Durchrechnung für die Höhe der Pensionen Gesetz.
Da wird es offensichtlich, dass den Parlamentsparteien die Gleichstellung der Frauen kein echtes Anliegen ist. Seit Jahrzehnten geht die Schere zwischen Männer- und Frauenlöhnen auseinander. Nichts hat sich daran geändert, dass Frauenpensionen gerade mal die Hälfte der Männerpensionen ausmachen, 40 Prozent der Frauen keinen eigenen Anspruch auf eine Pension haben und dass 80 Prozent der AusgleichszulagenempfängerInnen weiblich sind.
Wir Frauen leisten immer mehr unentgeltliche, gesellschaftlich notwendige Arbeit wie Erziehungs- und Pflegearbeit, und werden dafür mit noch niedrigeren Pensionen bestraft. Zum Schaden gesellt sich der Spott dazu.
Es kann nicht angehen, dass immer Frauen zu "Härtefällen" werden und mit Almosen abgespeist werden.
Es gilt Aufzustehen.
Arbeiterkammer und ÖGB zeigen in ihren Publikationen und Presseaussendungen diese Ungleichbehandlung zwar auf, aber in ihrem Regierungsgegenmodell zur "Pensionsharmonisierung" gehen sie genau von denselben Eckpunkten aus wie die Regierungsparteien, nur verpacken sie die Grausamkeiten in buntem Geschenkpapier.
Die Arbeiterkammer kann aber und muss mehr tun im Interesse der arbeitenden Menschen in unserem Land. Sie kann Gesetzesinitiativen einbringen und ihre Mitglieder dafür mobilisieren.
Wir brauchen eine Arbeiterkammer, die sich tatsächlich gegen die Jugendarbeitslosigkeit, gegen die weitere Aushöhlung des Arbeitsrechts und für eine Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich einsetzt.
Und wir brauchen Frauen, die in der Arbeiterkammer aufstehen für die Gleichstellung der Frauen.
Der Gewerkschaftliche Linksblock ist die einzige linke Alternative zum neoliberalen Kurs.
(c) 2004 by Gewerkschaftlicher Linksblock
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