GLB-Tirol gegen Verkauf der Tiroler Linien

Die Postbus AG soll in rund dreißig Verkaufspaketen teilprivatisiert werden. Dabei soll ein Drittel der Linien an private Busbetreiber übergehen. Etwa 400 Postbus-Mitarbeiter werden zu den privaten Busunternehmen wechseln, weitere 500 bis 600 Jobs durch die Fusion von Postbus und Bahnbus über den "natürlichen Abgang" eingespart werden. In Tirol sollen alle Linien des Zillertals, Teile in Kufstein und Innsbruck an die Privatwirtschaft abgestoßen werden. Nach der privaten Zillertalbahn werden dann auch nur mehr private Busse das Zillertal anfahren.

"Wir halten die jetzt laufenden Privatisierungen für eine Enteignung der Bevölkerung, daher treten wir für einen sofortigen Stopp der Verschleuderung des staatlichen und gemeinwirtschaftlichen Sektors ein", erklärt Josef Stingl vom Gewerkschaftlicher Linksblock Tirol dazu. "Denn nach Meinung des GLB ist der öffentliche Verkehr - und dazu gehört als ein wichtiges Element auch der Postbus - eine grundlegende öffentliche Aufgabe. Daher lehnt der GLB auch jegliche Privatisierung und einen Ausverkauf eines so wichtigen Bereichs grundsätzlich ab."

Der GLB unterstützt die Auffassung von Postbus-Betriebsratsvorsitzendem Robert Wurm "Der Staat darf sich nicht aus der Gemeinwirtschaft verabschieden", erinnert aber an die politische Verantwortung der SPÖ, mit Zustimmung der Gewerkschaft durch die Ausgliederung der Post aus dem Bundesbudget, mit welcher die Politik der Zerschlagung der einheitlichen Post eingeleitet wurde, deren Höhepunkt die angestrebte Privatisierung durch die schwarz-blaue Regierung ist. Eingefordert wird vom GLB die Unterstützung und Solidarität durch die Gewerkschaft Post-Telekom sowie durch den ÖGB.

(Presseaussendung des GLB-Tirol vom 26. Mai 2004)


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