23. Landeskonferenz des ÖGB-Tirol
GLB warnt vor neuer EU-Richtlinie

Unter dem Motto "Sichere Arbeit, sichere Zukunft" fand am 5. Juni die 23. Landeskonferenz des ÖGB-Tirol statt. In seinem Debattenbeitrag warnte Oliver Jonischkeit - scheidendes GLB-Mitglied der LEX-Tirol - vor dem Vorschlag aus dem Europäischen Parlaments für eine neue Dienstleistungsrichtlinie. Laut Kollegen Jonischkeit soll diese Richtlinie nach dem "Prinzip des Herkunftslandes" des jeweiligen Betriebes den Dienstleistungsanbietern Hindernisse beim Erbringen der Dienstleistung Abschaffen (siehe dazu auch Artikel von Seite 1).

Oliver Jonischkeit: "Konsequent weiter gedacht hat das zur Folge, dass auch das Arbeits- und Sozialrecht des Herkunftslandes zum Tragen kommen soll. Das ist allerdings ein Generalangriff auf unser Arbeits- und Sozialrecht und öffnet dem Missbrauch durch UnternehmerInnen und einem Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor. Hier ist es notwendig, als Gewerkschaft länderübergreifend alles zu unternehmen um dies zu verhindern."

Als zweiten Punkt verlangte der GLB-Delegierte mehr Solidarität ein. "Gefragt sind nicht nur Worte, sondern auch Taten", meinte Oliver Jonischkeit. Beispielsweise in Tirol gegen die Privatisierung der Buslinien ins Zillertal.

Abschließend meinte Kollege Jonischkeit: "Kolleginnen und Kollegen, angesichts dieser - in ganz Europa - stattfindenden Angriffe auf die soziale Sicherheit, auf die öffentliche Grundversorgung, ist es dringend notwendig branchen- und fraktionsübergreifend dagegen zu kämpfen - in Tirol, in Österreich und auf europäischer Ebene.


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