Stanislaw Lem feierte seinen 80. Geburtstag

Stanislaw Lem, geboren am 12. September1921 in Lwów (Lemberg, Ukraine), lebt heute in Kraków (Krakau). Er studierte Medizin und war nach dem Staatsexamen als Assistent für Probleme der angewandten Psychologie tätig. Privat beschäftigte er sich mit Problemen der Kybernetik, der Mathematik und übersetzte wissenschaftliche Publikationen. 1955 wurde Lem mit dem Goldenen Verdienstkreuz, 1959 mit dem Offizierskreuz der Polonia Restituta ausgezeichnet und erhielt 1978 den Großen Staatspreis für Literatur der VRP.

Er ist Gründer der polnischen astronautischen Gesellschaft.

Seit 1973 liest Lem als Dozent am Lehrstuhl für polnische Literatur an der Universität Kraków.

Wichtige Veröffentlichungen: Der Unbesiegbare (1969), Solaris (1972), Die vollkommene Leere (1973), Sterntagebücher (1973), Robotermärchen (1973), Das Hohe Schloß (1974), Transfer (1974), Das Hospital der Verklärung (1975), Summa technologiae (1976), Imaginäre Größe (1976), Der Schnupfen (1977), Phantastik und Futurologie I und II (1977/8), Der phantastische Lem (1980), Die Stimme des Herrn (1981), Provokation (1981), Mehr phantastische Erzählungen (1981).

Stanislaw Lem ist einer der meistübersetzten polnischen Gegenwartsschriftsteller

und einer der bekanntesten Science Fiction-Autoren der Welt.

 

 

Stanislaw Lem

Sterntagebücher. (Phantastische Bibliothek, Band 20). Mit Zeichnungen des Verfassers.

ISBN: 3-518-36959-8Preis: 166 Schilling. Sofort lieferbar.Erschienen 1971 unter dem Titel Dzienniki Gwiadowe.

Deutsch 1978 von Caesar Rymarowicz.

Es handelt sich hier um die Schriften Ijon Tichys, der auf seinen Reisen zu fernen Galaxien, Monden, Sternen, Sonnensystemen einige für uns uninformierte höchst seltsame Erlebnisse aufzuweisen hat.

So gerät er beim Versuch, sein Raumschiff zu reparieren, in eine Zeitschleife - und begegnet sich selbst in unzähligen Variationen. In der ersten Zeitschleife verdoppelt er sich; er wird nachts geweckt, von seinem Ich des nächsten Tages - und glaubt nicht daran. Am nächsten Tag - nun ist er selbst schon der vom Dienstag - hat er die geniale Idee, wie er das Raumschiff doch reparieren könnte, versucht den vom Vortag zu

wecken - der nicht glaubt, was er sieht. Und so verfielfacht er sich bei Durchzug durch die

Zeitschleife noch unzählige Male, und gerät aufs böseste mit sich selbst in Konflikt...

Oder die Geschichte vom katholischen Missionar, der auf einem Planeten mit

ausgesprochen friedfertigen, liebenswerten Geschöpfen landet. Sie lesen ihm jeden Wunsch von den Augen ab, sind Feuer und Flamme für die neue Religion - und martern deswegen den Missionar zu Tode. Zu seinem eigenen Wohle, und gegen jegliches innere Empfinden - denn das höchste für einen Christen, so hatte er ihnen immer wieder gepredigt, wäre ein Einzug ins Himmelreich als Märtyrer.

Da man nun alles für seinen Nächsten geben sollte, hatten sie ihm diesen vermeintlichen Wunsch schweren Herzens erfüllt...

 

Ing. Ernst Zehetbauer

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