
1,1 Prozent + X - ein Skandal !
Kurz vor Redaktionsschluss wurde es fix: Mit 1,1 Prozent Pensionserhöhung und einer Einmalzahlung in den unteren Pensionsgruppen steht den Pensionistinnen und Pensionisten Österreichs ein schwerer Realeinkommenverlust ins Haus. Dem skandalösen Abschluss steht eine offizielle Inflationsrate von rund 2,9 Prozent gegenüber. Aber selbst dieser Wert ist fragwürdig, betrachtet man die Preissteigerungen bei jenen Waren und Dienstleistungen, die von Pensionistenhaushalten in erster Linie gebraucht werden ! Die 1,1 Prozent verstehen sich brutto, weshalb im Nettoergebnis bei allen Pensionen, die der Lohnsteuer unterliegen, nicht einmal diese magere Aufwertung erreicht wird. Und die Einmalzahlung, so sie überhaupt in Anspruch genommen werden kann, wird nicht auf die Bezugshöhe angerechnet, so dass die nächsten Abschlüsse bei den um nur 1,1 Prozent aufgewerteten Pensionen ansetzen. Im übrigen bedeutet der Realeinkommensverlust eine zusätzliche Gefährdung der Konjunktur.