
Strompool für Haushalte
Die KPÖ Wien fordert die Errichtung eines Strompools für Wiener
Haushalte durch die Gemeinde Wien! Mit der Liberalisierung wird zwar eine Verbilligung des Stromes
versprochen, für die Haushalte kann man Preisvorteile aber mit der Lupe
suchen. Erst für größere Abnehmer lassen sich nennenswerte Vorteile
erzielen. Daher schließen sich zur Zeit vor allem im Wirtschaftsbereich immer mehr
Abnehmer zu "Pools" zusammen und können 10 bis 20 Prozent ihrer
Stromrechnung einsparen. Wenn Stromkunden ihren Verbrauch bündeln, wird
Energie deutlich billiger. Nach diesem Prinzip gibt es bereits einen
Agrar-Strompool, in dem Landwirte organisiert sind. Pools haben sich im
Bereich der gemeinnützigen Bauvereinigungen gebildet, und auch die
Bundesbahnen bieten ihren MitarbeiterInnen einen Pool zu
Sonderkonditionen an. Die KPÖ-Wien fordert nun die Wiener Stadtverwaltung auf, einen
Strompool für alle Wiener Haushalte die sich beteiligen wollen,
einzurichten. Dadurch könnten nicht nur Großabnehmer, sondern auch
Wiener Haushalte Vorteile ziehen. Nicht egal ist uns dabei, mit welchen
Energieanbietern die entsprechenden Verträge eingegangen werden.
Öffentlichen Partnern, wie der Wien Strom, ist hierbei Vorrang
einzuräumen, Atomstromproduzenten hingegen eine grundsätzliche Absage zu
erteilen. Der GLB hat die Forderung nach der Errichtung eines Strompools durch die
Gemeinde Wien bei der letzten Vollversammlung der AK-Wien eingebracht,
fand allerdings nur bei den KollegInnen der AUGE Unterstützung. Der
sozialdemokratischen Mehrheit in der AK ist ein solch konsequentes
Modell für die Durchsetzung der Interessen der Privathaushalte
offensichtlich kein Anliegen. Man sieht an diesem Fall, dass auch
wirklicher KonsumentInnenschutz eine starke Opposition braucht. Waltraud Stiefsohn, KPÖ Wien