Es weihnachtet sehr ...

... und seltsame Weihnachtsstimmung macht sich breit - zum Beispiel bei der Telekom. Walter Jaksch, VPA-Vorsitzender der Telekom Querschnitte, lädt ein zur Gewerkschafts- bzw. AK-Ehrung mit gleichzeitig stattfindender Weihnachtsfeier. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten, gute Laune wäre mitzubringen. Angesichts der Rationalisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen bei Post und Telekom ganz nach dem Motto "es wird a Wein sein und mia wern nimma sein". Ganz im Sinne der Mitgliederwerbung für die Gewerkschaft ist der Eintritt zur eigenen Weihnachtsfeier gestaltet - richtig, es wird zur Kasse gebeten.

"Für zu ehrende Gewerkschaftsmitglieder ist Essen und Trinken frei."

"Für Gewerkschaftsmitglieder beträgt der Unkostenbeitrag 100 Schilling."

"Für Nichtgewerkschaftsmitglieder beträgt der Unkostenbeitrag 250 Schilling."

... und in seinem Brief ans Christkind dürfte Koll. Jaksch erwähnt haben, dass er ob dieser offensiven Werbemaßnahmen mit einem Geschenk in Form von vielen Gewerkschaftsbeitritten rechnet ... Für diese seltsame Art der Tarifgestaltung für eine Weihnachtsfeier verleihen wir den "Krampus des Jahres 2001".

Ganz andere Weihnachtsstimmung macht sich bei den Inhabern eines Zivilingenieurbüros in Wien breit. Dort gab es kürzlich einen netten Abend mit Buffet für Geschäftspartner. An die weiblichen Angestellten, vornehmlich an die jungen, erging nicht nur der Wunsch, dort zur Betreuung der Kunden anwesend zu sein, sondern auch im kleinen Schwarzen zu erscheinen. Denn dies sei auch die "Berufskleidung" der ebenfalls dort anwesenden Damen einer Escort-Firma. Anscheinend dachte man hier an ein "Weihnachtspräsent der besonderen Art", um die Geschäftspartner bei Laune zu halten. Im Gegensatz zu den eigenen Angestellten durften die Escort-Damen wenigstens vom Buffet naschen ... Für diese besonders geschmacklose und frauenfeindliche Feier verleihen wir auch hier den "Krampus des Jahres 2001".


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