
Post muss öffentliches Unternehmen bleiben !
GLB-Post-Vorsitzender Hobek für Streik "Nun ist die Katze also aus dem Sack - über die
Schließung von 648 Postämtern soll das gesamte Unternehmen zu Lasten
der Bediensteten und der Postkunden ausverkaufsfähig gemacht
werden!" so reagiert der Vorsitzende des Gewerkschaftlichen
Linksblock in der Postgewerkschaft auf die nun erschienene
Universaldienstverordnung des Ministeriums: Laut Post-Generaldirektor
Wais sollen bis 1. Juli dieses Jahres 648 Postämter geschlossen
werden. Robert Hobek: "Das kann nicht kampflos hingenommen werden!
Das ist ein Zerschlagungsplan, der keinen anderen Zweck verfolgt, als
die Post börsefähig zu machen oder in einem direkten
Übernahmegeschäft auf dem Altartisch eines Auslandskonzerns zu
opfern. Bei der ÖGB-Urabstimmung haben über 90 Prozent den Stopp des
weiteren Ausverkaufs öffentlichen Eigentums verlangt. Dazu gehört nun
einmal die Post, die elementare Grundbedürfnisse der Bevölkerung
abdeckt. Deswegen fordert der Gewerkschaftliche Linksblock anstelle
des Ausverkaufs, der mit der Universaldienstverordnung nun
vorbereitet wird, die Rekonstruktion der österreichischen Post als
öffentliches Unternehmen mit eindeutigem Versorgungsauftrag für die
Bevölkerung. Wir treten angesichts der geplanten Schließung von 648
Postämtern für sofortige Kampfmaßnahmen ein, die auch den Streik
beinhalten müssen", so GLB-Vorsitzender Hobek. Den regierungsnahen
Gewerkschaftsfraktionen FCG und FA empfiehlt er, anstatt große Worte
zu machen Protest bei ÖVP und FPÖ einzulegen und sich klar und
deutlich von dieser Ausverkaufsregierung zu distanzieren. (Presseaussendung des GLB-Post vom 1. Februar 2002)