"Denk nach. Mach dich stark." - Und dann?

Der 27. Kongress der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), der am 20. Oktober 2001 im Austria Center Vienna abgehalten wurde, stand unter dem Motto "Denk nach. Mach dich stark." ganz im Zeichen der jugendfeindlichen Politik der österreichischen Bundesregierung. Entsprechend groß war die Zahl der Anträge: neben 53 Anträgen, 2 Resolutionen und 2 Initiativanträgen wurde auch ein Leitantrag beschlossen. Dort finden sich unter anderem folgende Forderungen:

Manche dieser Forderungen, wie jene nach Ausgliederung der Lehrlingsstellen von der Wirtschaftskammer oder jene nach Gruppenlehrberufen (früher Grund- und Flächenberufe), werden ebenso wie jene nach einem Lastenausgleich (früher Berufsausbildungsfonds) seit vielen Jahren in schöner Regelmäßigkeit auf ÖGJ-Kongressen erhoben und entsprechende Anträge beschlossen. So erinnert sich manch eine(r) von uns beim Durchblättern der Anträge wehmütig an seine eigene Jugendzeit zurück, als wir uns, inzwischen leicht angegraut, auf ÖGJ-Kongressen herumtummelten. Und denkt sich "lang, lang ist´s her..." Da stellt sich allerdings die Frage, was eigentlich inzwischen geschehen ist. Und was geschehen muss, damit sich nicht jene, die diesmal Delegierte des Kongresses waren, in einigen Jahren ähnliche Fragen stellen müssen. Bei der ÖGB-Urabstimmung gab es für viele Bereiche, wie zum Beispiel auch für die Abschaffung der Studiengebühren, große Zustimmung der Mitglieder. Über 88 Prozent der TeilnehmerInnen sprachen sich auch für Kampfmaßnahmen aus, wenn diese erforderlich sein sollten. Viele gute Anträge wurden auf dem ÖGJ-Kongress beschlossen, nun geht es darum, diese auch umzusetzen. Das Motto "Denk nach. Mach dich stark" ist der erste Schritt. Nun wird es darum gehen, die so gewonnene Stärke auch tatsächlich einzusetzen.

- Oliver Jonischkeit -

Wer Interesse hat, kann über das ÖGB-Büro des GLB (Tel: 01-534 44/308) eine Broschüre mit allen Anträgen und Wahlen des ÖGJ-Kongresses beziehen.


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