
PHILIPS-WERK IN LEBRING GESCHLOSSEN
DEN MULTIS AUF DEN LEIM GEGANGEN! Mit Ende 2002 wird das südsteirische Philips-Werk in Lebring geschlossen.
Ein Großteil der 770 betroffenen Beschäftigten soll das Unternehmen schon
Ende Juni verlassen; eine ganze Region droht zum arbeitsmarkt- und
sozialpolitischen Notstandsgebiet zu werden. Für die KPÖ und den
Gewerkschaftlichen Linksblock im ÖGB (GLB) hat dieses drohende "Aus" klare
Ursachen: Bund, Land, AK und ÖGB sind den Verlockungen, Forderungen und Wünschen des
weltweit operierenden Philipskonzerns immer wieder auf den Leim gegangen.
Der Standort Lebring wurde regelmäßig mit beträchtlichen Steuermitteln
finanziell gefördert. Die arbeitenden Menschen glaubten mit Lohn- und
Gehaltseinbußen, mit Arbeitszeitmodellen zugunsten der Firmenleitung ihre
Arbeitsplätze langfristig sichern zu können - offensichtlich vergeblich! Für den GLB und die KPÖ sind die von der Fachgewerkschaft
Metall-Textil in Aussicht gestellten Sozialpläne und
Arbeitsstiftungen nur reflexartig und zu wenig. Auch die Reaktion von
>Wirtschaftslandesrat Paierl jetzt ein Lebringer "Offensivkonzept" zu
erarbeiten hat alibihaften Charakter. Für den GLB und die KPÖ geht es um den Weiterbestand des Standorts Lebring,
um den Erhalt der Arbeitsplätze. Forderung: Den Philips-Konzern mit
allen rechtlichen Möglichkeiten bzw. mit gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen
im Sinne der jüngst stattgefundenen ÖGB-Urabstimmung in die Pflicht zu
nehmen. (Presseaussendung des GLB-Steiermark, vom 20. März 2002)