Sehr geehrter Herr Generaldirektor

Erfreulicher Wandel in der ÖBB-Führungsspitze!

In einer scheinbar unbedeutenden Angelegenheit hat sich der GLB-ÖBB an den Generaldirektor, Rüdiger Vorm Walde, persönlich gewendet. In der Hoffnung, dass ein sozialer Missstand auf unbürokratische Weise beseitigt werden kann, ohne dass dies Gegenstand irgendwelcher Streitigkeiten wird. Außerdem entsprach das Anliegen der eindeutigen Aufforderung des GD nach Sicherheit, Sauberkeit und Motivation. Diese Aussage wurde von ihm bei seinem Amtsantritt an unsere Fraktion gerichtet und eine enge, unbürokratische Zusammenarbeit zugesichert.

Das Problem lag im Bereich des Südbahnhofes bei der Wagenreinigung, worüber wir schon in einer vergangenen Ausgabe der "Arbeit" berichteten. Dort herrschen für das Personal Zustände, die zum Himmel schreien. Die Umkleideräume für die dort Beschäftigten sind derart beengt und desolat, dass ihre Nutzung eine Zumutung für alle bedeutet. Gerade dieses Personal muss unter schwierigsten Umständen, wie großer Schmutzbelastung, Witterungseinflüssen dafür sorgen, dass unsere Züge in sauberem Zustand verkehren und verdient wirklich menschlichere Umkleidemöglichkeiten. Trotz langjährigen Drängens der Beschäftigten, war keine Verbesserung der Situation herbeizuführen.

Der Generaldirektor reagierte prompt!

Bereits nach zwei Tagen bedankte sich Vorm Walde für unser Schreiben und betonte, dass ihm die Themenbereiche Mitarbeitermotivation und Kundenzufriedenheit ein großes persönliches Anliegen sind. Aus diesem Grund habe er auch das "4 S-Programm" initiiert. Dieses Restrukturierungsprogramm umfasst die Bereiche Sicherheit, Sauberkeit, Service und Schnelligkeit. Besonders "Sicherheit und Sauberkeit" sehe der GD nicht nur auf den Kundenbereich beschränkt, vielmehr sollen sich ja auch die Mitarbeiter im eigenen Unternehmen sicher und wohl fühlen.

Besonders nach den beigelegten Fotos, versteht er unser Anliegen sehr gut. Er versicherte, unseren Brief an den für diesen Bereich zuständigen Vorstandskollegen Ferdinand Schmidt weiterzuleiten, der sich im Sinne der neuen ÖBB-Unternehmensphilosophie, sicher gerne um sofortige Verbesserungsmaßnahmen bemühen wird.

Erfreulich und neu ist vor allem, dass von Seiten des Managements Briefe oder Anliegen, bzw. Probleme überhaupt behandelt und beantwortet werden. Unter "Draxler" gab`s so etwas nicht.

Theo Schneider

Geschäftsführender Vorsitzender des GLB-ÖBB


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