
Internationale Verbindungen
Interview mit Robert Hobek, Vorsitzender des GLB Post/Telekom "die arbeit": Kollege Hobek, du warst einer der ca. 300 Delegierten der Internationalen Gewerkschaftskonferenz in Athen. Was für Eindrücke hast du mitgenommen? HOBEK: Es war wunderbar, mit vielen Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Ländern zusammen zu kommen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Probleme in den einzelnen Ländern sehr ähnlich sind. Dies konnte ich auch bei einem Treffen mit Postbediensteten aus anderen Ländern feststellen. "die arbeit": In deinem Redebeitrag auf der Konferenz hast du unter anderem angeregt, eine internationale Beratung der linken PostgewerkschafterInnen in Wien abzuhalten. Was erwartest du dir davon? HOBEK: Andere Fraktionen in der Postgewerkschaft haben auch internationale Verbindungen. Umso wichtiger ist es, dass sich auch linke GewerkschaftsaktivistInnen der Post aus den verschiedenen Ländern treffen und sich beraten. Wobei es angesichts des Versuchs, die Post zu zerschlagen, nicht nur beim Reden bleiben darf, sondern Taten folgen müssen - und zwar auf internationaler und möglichst breiter Basis. "die arbeit": Welche Aktivitäten sollten deiner Meinung nach bis zur nächsten Konferenz im Herbst 2003 stattfinden bzw. welche Anforderungen stellst du an das Internationale Koordinierungskomitee? HOBEK: Die Koordinierung ist schon zur besseren Vorbereitung der nächsten Konferenz wichtig. Dort sollte es Arbeitskreise und Branchentreffen geben, um eine intensive Diskussion zu ermöglichen. So erfahren wir, welche Probleme in welchen Branchen besonders akut sind. Vorstellbar ist auch eine Internationale Aktion zum Beispiel in Brüssel, bzw. eine breite Teilnahme an den Anti-WEF-Protesten im Herbst. Weiters sollen bis dorthin koordinierte Aktionen zu einem bestimmten Thema, wie zum Beispiel zur Zerschlagung der Post, in den einzelnen Ländern stattfinden. Und längerfristig könnte auch einmal eine Internationale Gewerkschaftskonferenz in Wien stattfinden. "die arbeit": Danke für das Gespräch.