Offener Brief an Herrn Bürgermeister Dr. Michael Häupl

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

Mit großer Freude und tiefer Ergriffenheit haben wir anlässlich Ihrer Rede bei der Landeskonferenz der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) am 24. September 2002 vernommen, dass Ihnen "der Neoliberalismus bis zur Halskrause steht" und Sie garantieren, dass in Ihrer Amtszeit keinerlei neoliberale Politik in Wien betrieben wird.

Dürfen wir daraus schließen, dass alle bisher getroffenen bzw. geplanten neoliberalen Aktionen in Wien zurückgenommen bzw. nicht durchgeführt werden?

Werden die Ausgliederung der Wiener Linien, der Museen und des KAV rückgängig gemacht, wird die geplante Quasiprivatisierung der Wiener Kindertagesheime gestoppt?

Wird im Bereich der Hoheitsverwaltung die Einführung des New Public Management neu überdacht?

Weiters haben Sie erwähnt, dass es im Gegensatz zur Polizei in den Bereichen Sicherheit sowie im Bereich der Pflege- und Sozialdienste der Stadt Wien zu keinerlei personellen Engpässen kommen darf und wird.

Dürfen wir den betroffenen KollegInnen mitteilen, dass ihre diesbezüglichen Probleme in nächster Zeit gelöst werden?

Bezüglich Ihrer Haltung zum Thema GATS dürfen wir Ihnen mitteilen, dass Sie unserer vollen Unterstützung sicher sein können und auch wir alles dazu tun werden, damit Zustände, wie sie in Großbritannien bereits herrschen, in Österreich niemals Realität werden können.

 

Mit gewerkschaftlichen Grüßen

Das Team des GLB-GdG

 

 


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