Der öffentliche Sektor muss öffentlich bleiben

Am 24. und 25. September 2002 fand im Messezentrum Wien die 15. Wiener Landeskonferenz der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) unter dem Motto "MITTELPUNKT MENSCH" statt.

Wie üblich machten die Fraktionskonferenzen den Anfang und bereiteten sich auf den Kongress vor. Hier fand die eigentliche politische Debatte statt. Anträge würden noch einmal diskutiert, Wortmeldungen und Berichte vorbereitet.

Am Eröffnungstag gab es lobende Worte von allen Seiten für die Arbeit und das Engagement der GdG, vom Wiener Bürgermeister, AK- und ÖGB-Präsidenten.
Die Anträge behandelten alle wichtigen und aktuellen Probleme und wurden zusammengefasst in die Themenbereiche:

Insgesamt wurden nach mehreren durchaus kämpferischen Wortmeldungen zu den verschiedensten Themen innerhalb von 30 Minuten mehr als 100 Anträge großteils einstimmig beschlossen.

Die Abstimmung selbst war eine rein formale Angelegenheit, da die Antragsprüfungskommission die Entscheidungen bereits vorgegeben hatte. An die Vorgabe dieser Kommission hat sich wie immer die Mehrheit der FSG-Delegierten auch gehalten. Mit der Beschlussfassung stand das Arbeitsprogramm für die nächsten 4 Jahre fest.

Mit einem mehr als eindeutigen Ergebnis von 96,2 Prozent wurde unser Vorsitzender Rudolf Hundstorfer, für weitere 4 Jahre an die Spitze der GdG – LG/Wien gewählt. An dieser Stelle wollen wir ihm recht herzlich zu diesem Erfolg gratulieren.

In seiner Antrittsrede sprach Rudi Hundstorfer die vorrangigen Ziele der GdG in den kommenden Monaten an, nämlich die rasche Umsetzung der Verwaltungsreform, die für die Bediensteten keine Verschlechterungen bringen darf, weiters der Wiederaufbau einer "fairen Sozialpartnerschaft" und natürlich die kommenden Gehaltsverhandlungen. Hierbei betonte er, dass durch die nicht gehaltenen Abmachungen und Verhandlungen mit der blau-schwarzen Regierung, die Bediensteten noch immer auf die Angleichung ihrer Löhne an die Inflationsrate warten. Weiters sagte er, dass der öffentliche Sektor öffentlich bleiben muss, und dass wir starke Gewerkschaften brauchen, die sich auch in Zukunft für die Belange der ArbeitnehmerInnen einsetzen. Ein miteinander ist jetzt gefragt, um den Bediensteten der Gemeinden bei Problemen zu helfen, ihnen soziale Sicherheit zu geben und gute Berufsaussichten.

Gewaltig in die Nesseln setzte sich der Vertreter der FA-AUF, Koll. Müllner – als einzige Wortmeldung endete seine mit einem Pfeifkonzert.

Im Großen und Ganzen war es eine gelungene 15. Wiener Landeskonferenz!

An der Schwelle in ein neues Jahrtausend sind wir mit Entwicklungen konfrontiert, die die GdG vor immer wieder neue Herausforderungen stellt. Wirtschaftlicher Aufschwung muss Hand in Hand mit sozialer Absicherung gehen – dann wird es möglich sein eine positive Bilanz zu ziehen – bei der nächsten Landeskonferenz im Jahr 2006.

- Doris Grössinger -


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