
Gedenktafel für die Opfer des Faschismus
Die Gedenktafel am Eingangsportal der Linzer Tabakwerke erinnert an fünf Opfer des Faschismus. Vier starben in Mauthausen, einer fiel als Partisan auf der Koralpe. Die Tafel wurde erst am 2. Mai dieses Jahres unter Anwesenheit des Linzer Bürgermeisters im Zuge eines feierlichen Festaktes enthüllt. Aber bereits 1946 wurde in einem Staatsakt der hier tätigen Widerstandsgruppe gedacht, die das Werk bei Kriegsende unversehrt – es wurde nie bombardiert - übergeben konnte. Insbesonders wäre des Maschinenschlossers Sepp Teufl zu gedenken, der 1929 von den Steyr-Werken in die Tabakfabrik kam und 1932 Betriebsrat für die "Rote Gewerkschaftsopposition" (RGO) wurde. Nachdem er 1934 im Wirtschaftshof mitgekämpft hatte, wurde er entlassen und saß ausgerechnet mit dem späteren NS-Gauleiter Eigruber - der auch letztlich dafür verantwortlich war, dass er noch am 28.4.1945 in Mauthausen hingerichtet wurde - in der selben Zelle. Man wollte, so die Begründung für seine Hinrichtung, "keine aufbauwilligen Elemente hinterlassen."