
Fakten
Bereinigte Lohnquoten 1980-1999: EU 71,9-65,6; Ö 70,3-62,5. - Differenzierte Aussagen für einzelne Branchen sind wegen des Fehlens spezifischer Daten nicht möglich. Veränderungen 1990-1999: Produktivität EU +14,8 Prozent, Ö +18,9 Prozent,; Reallöhne pro Kopf EU +7,6 Prozent, Ö +10,3 Prozent, reale Lohnstückkosten EU -6,3 Prozent, Ö -7,2 Prozent. Entwicklungen 1980-1997: Gewinne: +170 Prozent. - Besitzeinkommen +263 Prozent; darunter aus Vermietung und Verpachtung: +646 Prozent (hier wird in der Statistik inzwischen auch ein Gegenwert für die Benutzung von Eigenheimen und Eigentumswohnungen eingebaut). Die Gesamtlohnsumme stieg von 1995 bis 2001 um 14,3 Prozent von 64 auf 73 Mrd Euro, die Geldvermögen hingegen um 30,7 Prozent von 215 auf 281 Milliarden. Die Sparquote der Lohnabhängigen ist zuletzt stark zurückgegangen. Einkommen 1995-2001: Die schwächsten 30 Prozent der Einkommensbezieher +1,9 Prozent; die 10 Prozent Spitzen"verdiener" +16,5 Prozent. - Zinseneinkommen: Auf das unterste Einkommensdrittel entfallen 6,5 Prozent, auf das oberste rund 75 Prozent der Gesamtzinsen. Wirtschaftswachstum: Prognosen bis 2005 zwischen 1,7 und 2,5 Prozent. Börsengewinne: Experten befürchten Rückgang auf 7-9 Prozent (!), nachdem sie sich 1980-2000 "rasant nach oben" beschleunigt haben. Insolvenzen 2002: 5.300 mit Schulden von 3,4 Mrd Euro. Es gibt keine Statistik, wohin sich diese Vermögenswerte verschoben haben - in Luft können sie sich ja nicht auflösen. Zu den Verlierern gehören meist die Sozialversicherungen und der Staat. Die Wirtschaftstreuhänder befürchten "eine massive Insolvenzwelle" für die nächsten Jahre. Quellen (Auswahl): Markus Marterbauer und Ewald Walterskirchen (WIFO), "Bestimmungsgründe der Lohnquote und der realen Lohnstückkosten", Juli 2002. - Lohnsteuerstatistik. - Österreichische Nationalbank.