
Keine verlängerte Werkbank für Magna
"Die Voest Alpine darf nicht zu einer verlängerten Werkbank des Magna-Konzerns werden!" Mit dieser Aussage reagierte Helmut Edlinger, GLB-Arbeiterbetriebsrat in der Voest Alpine in Donawitz, auf Presseberichte, wonach der Austro-Kanadier Frank Stronach mittels seines Magna-Konzerns plane, Teile der Voest Alpine zu übernehmen. Frank Stronach scheint vor allem an der Motion-Sparte des Konzerns, diese erzeugt Bleche für die Autoindustrie, Interesse zu haben. Da für die Voest Alpine ein Verkauf allein der Motion-Sparte nicht in Frage kommt, überlegt Stronach offensichtlich den Gesamtkonzern zu übernehmen, diesen dann zu zerteilen und die für ihn uninteressanten Sparten weiter zu verkaufen. Helmut Edlinger: "Damit würde genau das eintreten, wovor wir vom GLB seit Jahren warnen, dass nämlich durch die sukzessive Privatisierung die Kernstücke österreichischer Industrie leichte Beute für ausländische Privatkonzerne werden und deren Zerschlagung droht." Helmut Edlinger ruft den ÖGB und den Voest Alpine-Betriebsrat auf, für den Erhalt des derzeit knapp 35-Prozent-Restanteils der ÖIAG an der Voest Alpine zu kämpfen. Unterstützung erhält der GLB in dieser Frage vom Leobner KPÖ-Gemeinderat Werner Murgg: "Nun scheint das Ende der Fahnenstange erreicht zu sein. Das stetige Zurückweichen vor den Privatisierungsforderungen sichert nicht österreichische Kernaktionäre, sondern führt letztlich zu Ausverkauf und Zerschlagung. Bezahlen müssen das am Ende immer die Beschäftigten durch Arbeitsplatzabbau und Kürzung sozialer Leistungen!" (Presseaussendung des GLB-Donawitz vom 16. Mai 2003)