
Post-Betriebsratsvorsitzender Robert Hobek (GLB) kritisiert Studie des Deutschen Forschungsinstituts Multisearch
Post-Betriebsratsvorsitzender Robert Hobek (GLB) kritisiert Studie des Deutschen Forschungsinstituts Multisearch Postangestellte sind nicht verantwortlich für "steinalte Computer" und "verschmutzte Postämter" Wütend ist Robert Hobek, Postbetriebsrat in 1230 Wien, über einen Bericht in der "Kronen-Zeitung". "Die Ergebnisse der Studie des Deutschen Forschungsinstituts Multisearch, die in 18 Postämtern durchgeführt wurde, mögen korrekt sein oder nicht - gefragt werden muss aber, ob die PostmitarbeiterInnen für die Situation verantwortlich sind", so Hobek. "Viele MitarbeiterInnen", so Hobek, "sind - vollkommen zu Recht - frustriert, da die Arbeit immer mehr wird, der Stress zunimmt und gleichzeitig einige Politiker und Medien gegen die öffentliche Post eine Schmutzkübelkampagne entfachen. Fakt ist, dass wir Mitarbeiter weder für die Reinigung noch für steinalte Computer verantwortlich sind. Und wenn angesichts dieser katastrophalen Situation, die auch unsere Servicemöglichkeiten beeinträchtigt, manche MitarbeiterInnen - wie in der Studie bemängelt - wenig lächeln, so wundert mich dies nicht." Die Studie passe in die Hetzkampagne gegen die österreichische Post, die einzig dazu diene, "dieses öffentliche Unternehmen in seiner jetzigen Form zu liquidieren, um es für die Übernahme durch einen Privatanbieter reif zu machen." "Wenn die Unternehmensführung und die Politik die Gangart der Auseinandersetzung verschärfen, dann werden wir MitarbeiterInnen dem etwas entgegensetzen müssen. Weitere Streiks im Postbereich sind denkbar und - wie am 3. Juni gezeigt wurde - auch durchführbar", droht Hobek. Von der "Kronen-Zeitung" fordert Hobek, der bei der letzten Betriebsratswahl mit über 70 Prozent der Stimmen zum Betriebsratsvorsitzenden am Postamt 1230 Wien gewählt wurde, die Möglichkeit einer Berichtigung ein.