Kolonialisierung

Als Schreckgespenst verwenden die Unternehmer (und die Regierung) den Vergleich von Arbeitskosten, Steuern usw. mit denen der neuen Beitrittsländer, also vor allem unserer Nachbarn. Erst hat man dort die nominellen Lohnrückstände, das zerschlagene Sozialsystem, den populistischen Drang der Regierungen nach westeuropäischen Investitionen um jeden Preis dazu genutzt, die Gewinne massiv zu steigern (das geben die Konzerne offen zu), nicht zuletzt wurden ihnen Abkommen zur Investitionssicherung aufgezwungen (der Staat garantiert für bestimmte Erträge). Nun wird diese Kolonialisierung als Druckmittel gegen die Heimatländer verwendet: Warum solle Stronach nicht nach Slowenien gehen? höhnte sein Freund Bartenstein, der sich für die Konzernforderungen nach Steuersenkungen stark machte.


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