Belastungen für ArbeitnehmerInnen

Februar 2000 bis September 2003

 

Steuern und Gebühren

 

ab

Steuererhöhung KFZ, Energie, Tabak;

Verteuerung Führerschein- u. Reisepass...,

Verteuerung Autobahn-Vignette

Massive Belastung vor allem

für BezieherInnen niedriger

Einkommen!

Sommer 2000

1.1.2001

Drastische Steuererhöhung auf Urlaubs- und Kündigungsentschädigungen, Gehaltsnachzahlungen aus Vorjahren, Zahlungen aus Insolvenz-Ausgleichsfonds...

Belastung insgesamt:

0,33 Mrd. € pro Jahr

1.1.2001

Entfall allgemeiner Steuer-Absetzbetrag

Halbierung des AN –Absetzbetrages

Stärkere Kürzung ab 2.200 brutto

kleine Einkommen mit 54 € belastet

1.1.2001

Besteuerung Unfallrenten

VfGH-Urteil -Aufhebung für 2 Jahre.

1.1.2001

Erhöhung der Mineralölsteuer auf Benzin, Diesel und Heizöl; Erhöhung der Erdgassteuer;

die Erhöhung der Steuerfreigrenze auf 14.500 € pro Jahr wird so bei rund 70% der ArbeitnehmerInnen aufgefressen!

1.1.2004

Entgeltfortzahlung, Krankenvers.

Abschaffung Entgeltfortzahlungsfonds (Kranke Arbeiter werden gekündigt!)

Privatversicherungen bieten teurere Alternativen als der ehem. EFZ-Fonds!

1.10.2000

Generelle Urlaubsaliquotierung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Kostet ArbeitnehmerInnen 220 Mio. € pro Jahr!

1.1.2001

Entfall Postensuchtag bei Selbstkündigung

Belastung insgesamt: jährl. 22 Mio. €

1.1.2001

Ambulanzgebühr

inzwischen wieder abgeschafft!

19.4. 2001

Rezeptgebühr und Krankenhausaufenthalt

Verteuerungen diverse male

1.10.2001

Kürzung des Krankengeldbezuges

Nur mehr 52 statt 78 Wochen

1.1.2001

Erhöhung des KV-Beitrags für Pensionisten und für Angestellte

Eingriff in bestehende Pensionen!

1.1.2004

1.1.2005

Einführung eines eigenen Freizeitversicherungs-Beitrages in Höhe von 0,1%

Erhöhung nur für ArbeitnehmerInnen!

1.1.2004

Einführung von neuen Selbstbehalten beim Arztbesuch

Krankenstrafsteuer trifft ältere Menschen und Frauen besonders unsozial!

geplant ab 2005

Pensionen

Abschaffung vorzeitige Alterspension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit

Rückwirkende (!) Wirkung vom OGH aufgehoben!

Anhebung Frühpensionsalter um 1,5 Jahre, Abschläge von 2 auf 3% erhöht

Belastung 2004 bereits 670 Mio. €

ab 1.10.2000

Kürzung Witwenpensionen und

Invaliditäts- u. Berufsunfähigkeitspens.

kein Ausbau der eigenständigen Frauen-Alterssicherung

1.10.2000

ab 2001

Verschlechterung Pensionsanpassung,

Anpassung seit 2000 unter Inflationsrate!

1.1.2001

Senkung Pensionisten/-innen-Steuerabsetzbetrag ab 1.450 Bruttopension

Völlige Streichung ab 1.880 €

Belastung 100 Mio. € im Jahr

1.1.2001

Pensionsreform 2003:

Abschaffung der vorzeitigen Alterspension wegen Arbeitslosigkeit ab 1.1.2004 und bei langer Versicherungsdauer schrittweise ab 1.7.2004; Hacklerregelungen völlig unzureichend; höhere Abschläge 4,2% statt 3%, massive Verschlechterungen Altersteilzeit;

Pensionkürzungen von bis zu 12%, für jüngere Arbeitnehmer ohne jegliche Deckelung!

Nur Geldbeschaffung für unnötige andere Budgetausgaben wie Abfangjäger!

Ohne Rücksicht auf Arbeitsmarktlage!

 

 

12% sind 1,7 Monatspensionen!

Junge werden in die viel unsicherere und teurere Privatvorsorge gedrängt werden!

Tw. ab 1.1.2004

 

Ausbildung, Lehrlinge

Vorlehre: Öffnung der Zielgruppe, 6 Monate Probezeit, etc.

Schmalspurausbildung, auch 3-jährig

1.9.2000

Verlängerung der Probezeit, Verkürzung der Behaltefrist für Lehrlinge

Abhängigkeit vom Lehrberechtigten

1.9.2000

Arbeit bis 23 Uhr im Gastgewerbe

8.8.2000

Abschaffung der Lehrlingsstiftungen; keine neuen Geldmittel

Lehrgänge ohne verpflichtende Anrechnung

1.9.2000

Einschränkung der Jugendanwartschaft auf Arbeitslosengeld

De facto 4-wöchige Sperre für Jugendliche

1.1.2001

 

Sozialabbau ("Treffsicherheit")

 

 

 

 

 

Abschaffung d. beitragsfreien Mitversicherung für kinderlose PartnerInnen

Belastet rund 25.000 Familien, bringt weit weniger als von Regierung erhofft!

1.1.2001

4-wöchige Sperre des Arbeitslosengeldes bei Selbstkündigung bei triftigem Grund

40%ige Kürzung der Familienzuschläge zum Arbeitslosengeld und Karenzgeld

Geänderte Berechnung bei Arbeitslosengeld und Notstandshilfe

28 statt 26 Wochen Anwartszeit bei wiederholter Arbeitslosigkeit

Schärfere Anrechnung d. Partnereinkommens bei Notstandshilfe

Abschaffung der Notstandshilfe, stattdessen "Sozialhilfe neu"

Einführung von Studiengebühren;

Ermächtigung auch für Fachhochschulen

 

 

 

 

 

 

 

Drastische Senkung der Notstandshilfe bei unteren Einkommen!

Noch mehr ArbeitnehmerInnen fallen ganz aus ALG-Bezug heraus!

Budgetbegleitgesetz 2002

 

Ministerratsbeschluss, aber noch kein Parlamentsbeschluss!

727 € pro Jahr ab Wintersemester

1.1.2001

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

???

2001

Weitere Maßnahmen gegen ArbeitnehmerInnen

Putschartiger Umbau der Sozialversicherung, Verschärfung Krankenkassen - Defizit

Zurückdrängung der Selbstverwaltung und Schwächung der Arbeitnehmer; allein die oö. GKK wurde durch Regierungsmaßnahmen 2002 unterm Strich mit fast 33 Mio € zusätzlich BElastet!

Kinderbetreuungsgeld: seit 1.1.2002

Ausdehnung auf Selbständige und Bauern ohne entsprechende Finanzierungsbeiträge. Längerer Bezug ohne entspr. Kündigungsschutz, Abschaffung Kindergartenmilliarde;

Privatisierung

ÖIAG-Gesetz 2000 ermächtigt Regierung zur Privatisierung von Unternehmen ohne vorherige Befassung des Parlaments! Telekom bereits verschleudert, Tabak-Zentrale billigst ans Ausland verkauft; Teilprivatisierung der Postbus AG ; und jetzt wird auch noch die Zukunft der voestalpine mit der geplanten Totalprivatisierung aufs Spiel gesetzt!

Arbeitsmarktpolitik

Arbeitslosenversicherung wird fürs Bundesbudget 2001/2002 um 2,7 Mrd. € ausgeräumt, das Geld fehlt bei der Weiterbildung für Arbeitslose und Beschäftigte!!

Austrocknung der Regionen

Schließung von Postämtern, Gendarmerieposten, Bezirksgerichten führen zu Serviceverschlechterungen für BürgerInnen sowie zu Arbeitsplatzverlusten!

Nachtarbeitsgesetz

Ohne Zeitguthaben, keine Freiwilligkeit und kein umfassendes Rückkehrrecht zur Tagarbeit. Die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen wird völlig den Unternehmerinteressen geopfert!

Abschaffung des Hausbesorgergesetzes

Entgelt, Arbeitszeit, Dienstwohnungen etc. ist seit 1.7.2000 ungeregelt!

Ladenöffnungszeiten, Handelsbeschäftigte

Ausdehnung der Ladenöffungszeiten per Gesetz, Einschränkungen nur mehr per Landeshauptmann-Verordnung; Abschaffung des gesetzlichen Anspruches auf freie Samstage für Beschäftigte

Menschenhatz auf Eisenbahner:

Entgegen aller Fakten wird eine ganze Berufsgruppe als Privilegienritter abgespempelt!

 

Österreich: Von der Überholspur auf die Kriechspur!

  • Wirtschaftswachstum seit 2001 hinter EU-Durchschnitt zurückgefallen
  • Neuer Arbeitslosenrekord in Ö, v.a. steigende Jugendarbeitslosigkeit in OÖ!
  • Rekord-Steuerlast auf kleine und mittlere Lohneinkommen!
  • Fehlende Kaufkraft der ArbeitnehmerInnen und fehlende öffentliche Investitionen bringen Österreich auf die Kriechspur!


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