
"Mach deine Kritik spürbar"
Als Liste 5 tritt der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) bei der in
Oberösterreich vom 15. - 27. März 2004 stattfindenden
Arbeiterkammerwahl mit 49 KandidatInnen an. Spitzenkandidatin ist die
Juristin und Sozialpädagogin Mag. Karin Antlanger,
Betriebsratsvorsitzende von Exit-Sozial in Linz. Auf den weiteren Plätzen kandidieren Rudolf Pichler
(ÖBB-Personalvertreter TS-Werk Linz), der türkische Arbeiter Bülent
Yildiz, die Altenfachbetreuerin Agnes Mikesch (Volkshilfe Wels), Franz
Bernegger (Betriebsrat bei ZF-Steyr), Renate Hofmann (Gespag), die
Diplomkrankenschwester Apollonia Brunner (Magistrat Steyr), der
Programmierer Mag. Michael Schmida (Betriebsrat Integanet Traun), die
Eisenbahnerin Erika Houdek (ÖBB-Bahnhof Wels), der Arbeiter Bülent Duman
(Greiner-Perfoam Linz-Wegscheid) sowie 39 weitere KandidatInnen. Der GLB sieht seine Kandidatur unter dem Motto "Mach deine Kritik
spürbar" als Beitrag zum Widerstand gegen die immer brutalere
Kapitaloffensive auf Kosten sozialer Errungenschaften, gegen die
neoliberale Regierungspolitik, aber auch gegen die
sozialpartnerschaftliche Unterordnung von AK und ÖGB unter die
EU-konforme Standortpolitik und Budgetsanierung sowie als Plattform im
Kampf um soziale Gerechtigkeit. Wahlziel des GLB ist, eine Vertretung in der 110-köpfigen
AK-Vollversammlung zu erlangen, um dort als linke Kraft und kritische
Opposition zu wirken. Bei der letzten Arbeiterkammerwahl im Jahre 2000
erreichte der GLB 1.528 Stimmen bzw. 0,72 Prozent. In Oberösterreich ist
das AK-Mandat mit Abstand am teuersten von allen Bundesländern, im Jahre
2000 waren dafür 1.866 Stimmen erforderlich. Der GLB bekennt sich zur AK als gesetzliche Interessenvertretung der
Lohnabhängigen: "Der GLB will dafür wirken, dass das politische Gewicht
der AK ebenso effizient wird, wie ihre Servicefunktionen. Die AK muss
ihr politisches Gewicht ohne faule Kompromisse im Interesse der
Lohnabhängigen einsetzen", so die Spitzenkandidatin Karin Antlanger.