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40 Jahre Arbeitsmigration
Vor vier Jahrzehnten erzeugte die wirtschaftliche Hochkonjunktur in Westeuropa einen Bedarf an Arbeitskräften, der durch „Gastarbeiter“ aus wirtschaftsschwachen Ländern wie Jugoslawien und der Türkei gedeckt werden sollte. So begann die Geschichte einer besonderen Form der Migration im Nachkriegseuropa.
Heute, nach 40 Jahren, beschäftigt diese Migration nicht nur die Wirtschaft. Politik, Medien, sozialwissenschaftliche Forschung und Kunst haben in ihr ein Thema gefunden, das täglich an Aktualität gewinnt. Weitgehend unsichtbar geblieben sind jedoch die Perspektiven der MigrantInnen selbst.
Ausgehend von elf exemplarischen Orten wird diese Geschichte der Arbeitsmigration erzählt. Es sind Orte, an denen Teile der Geschichte geschrieben wurden: die Anwerbestelle in Istanbul, die 1964 von der Österreichischen Wirtschaftskammer errichtet wurde, die „Gastarbeiterroute“, die Arbeitersiedlung Walddörfl in Ternitz oder die Fischfabrik Warhanek, die aufgrund ihrer prekären Arbeitsverhältnisse eine der ersten legalen Beschäftigungsmöglichkeiten für MigrantInnen bot. Auch Adatepe, ein kleines Dorf in der Westtürkei, aus dem mehr als die Hälfte der EinwohnerInnen nach Österreich emigrierten, der Mexikoplatz, der Ägyptische Club, die Lokalzeile am Naschmarkt und der zukünftige islamische Friedhof in Wien sind ebenso Orte dieser Geschichte wie die Fremdenpolizei am Hernalser Gürtel oder der Treffpunkt vor der Oper in Wien, wo 1993 verschiedene MigrantInnengruppen gegen das Aufenthaltsgesetz demonstriert haben.
Mittlerweile hat diese Migration drei Generationen von Menschen geprägt. Es ist daher an der Zeit, die „gastarbajteri“, wie sie im ehemaligen Jugoslawien genannt werden, in das kulturelle Gedächtnis der Stadt und des Landes hineinzureklamieren.
GASTARBAJTERI
Ausstellung der Initiative Minderheiten und Wien Museum
22. Jänner bis 11. April 2004
im Wien Museum
Karlsplatz
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 9:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: 4,-- Euro
Ermäßigter Eintritt (für Lehrlinge, SchülerInnen, LehrerInnen, StudentInnen, Präsenz- und Zivildiener, Senioren und behinderte Personen, Gruppen ab 10 Personen) 2,-- Euro
Führungskarten: 2,-- Euro
Freitag von 9:00 bis 12:00
(c) 2003 by Gewerkschaftlicher Linksblock
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