
Scharfe Kritik des GLB an Sanierungsfonds
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Als staatlich geförderte ökonomische Leichenfledderei bezeichnet der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) Oberösterreich die jetzt von der Constantia Privatbank und der Value Management Services GmbH eingerichteten Sanierungsfonds. Dieser mit vorläufig 40 Mio Euro dotierte Fonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren spezialisiert sich auf die Sanierung kranker Unternehmen und verspricht den Anlegern mehr als 20 Prozent Rendite im Jahr.
Dazu will der Fonds in kränkelnde Unternehmen investieren, sie "heilen" und nach vier bis fünf Jahren mit Gewinn weiterverkaufen, wobei ein Verkauf an den Alteigentümer, ein Börsegang, ein Management-buy-out oder ein Verkauf an Mitbewerber zur Auswahl stehen. Im Klartext laufen solche, als wohltätig verkaufte, Sanierungen immer auf eine massive Arbeitsplatzvernichtung hinaus und die Beschäftigten müssen durch Sozialabbau, Lohndumping und Leistungsdruck die Zeche dafür bezahlen, dass sich einige Spekulanten krumm und dumm verdienen.
Der eigentliche Skandal bei diesem Sanierungsfonds - dessen Tätigkeit frappant an die im Hollywood-Film "Pretty Woman" gezeigte Praxis erinnert - ist aber, dass sich die Anlieger die Rückzahlung ihres Kapitaleinsatzes von mindestens 100.000 Euro zu 80 bis 100 Prozent durch die staatliche Finanzierungsgarantiegesellschaft (FGG) auf Kosten der SteuerzahlerInnen absichern lassen.
Im Prinzip läuft die Funktion dieses Sanierungsfonds darauf hinaus, die Profite zu privatisieren, hingegen das Risiko von Verlusten zu verstaatlichen und der öffentlichen Hand aufzubürden. Der GLB lehnt daher jegliche Haftungsübernahme für solche Spekulationsgeschäfte wie überhaupt eine Unternehmenssanierung mit solchen Methoden strikt ab.
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