Gegen Schließung von Grazer ÖBB-Lehrwerkstätte und Molkerei

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Präsident Rotschädl kritisierte zu Recht in seinem Referat die bisherige Tätigkeit der blau-schwarzen Regierung. Das beschlossene Regierungsprogramm ist arbeiter- und angestelltenfeindlich: Höhere Energiesteuern, Kfz-Steuererhöhung, Ambulanzgebühren, Beschränkung der Mitversicherung, Verschlechterungen bei Studiengebühren oder Arbeitslosengeld. All das trifft die DurchschnittsverdienerInnen hart. Welche Maßnahmen aber die AK gegen diesen Schröpfkurs zu unternehmen gedenkt, ließ AK-Präsident Rotschädl offen.

GLB für gerechte Verteilung der Steuerlasten

Kollege Peter Scherz, wiedergewählter Kammerrat des GLB, machte in seinem Redebeitrag auf die bestehende Steuerungerechtigkeit in unserem Land aufmerksam. Peter Scherz: "Würden sich Großkapital und Multis beim Zurückzahlen der Staatsschulden nicht verabschieden, könnten wir uns die Belastungspakete sparen!" Kollege Scherz forderte die Kammerräte auf, in ihren jeweiligen Bereichen, in den Betrieben, für den Erhalt sozialer Leistungen zu kämpfen.

GLB-Initiativen aufgegriffen

Der GLB erarbeitete unter anderem Anträge, die gezielt auf Grazer Probleme gerichtet sind. Zunächst geht es um den Erhalt der letzten Grazer Molkerei auf dem Areal des sogenannten "Milchhofs", wo die Berglandmilch reg. GmbH aus Rationalisierungsgründen den Standort Graz schließen und rund 150 betroffene Kolleginnen und Kollegen auf die Straße setzen möchte.

Auch das ÖBB-Spitzenmanagement möchte - trotz allgemeinen Facharbeitermangels - die Grazer Lehrwerkstätte zusperren.

Ähnliche Anträge kamen auch von SP-Seite. Die steirische AK-Vollversammlung unterstützte die GLB-Anträge. Nun geht es darum politischen Druck auszuüben, damit diese Anträge, die für hunderte arbeitende Menschen von existentieller Bedeutung sind, nicht nur bedrucktes Papier bleiben sondern raschest herzeigbare Erfolge zeitigen.


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