Rechtsbruch verhindert

Die Gier nach dem großen Geld im Weihnachtsgeschäft macht erfinderisch. Die Meidlinger Geschäftsleute hatten sich - und damit natürlich ihren Beschäftigten - in den letzten Tagen vor Weihnachten eine Stunde längere Öffnungszeit verordnet. Wer kennt sich denn auch heute schon genau aus, was erlaubt ist und was nicht, und vor allem, wer wird denn so kleinlich sein, ein Stündchen mehr Einkaufsbummel für alle, die nicht hinter der Budel stehen - höchstens ein Kavaliersdelikt, was die Strafen anbelangt.

AktivistInnen des GLB hatten in Erfahrung gebracht, dass sich auch eine dem ÖGB nahestehende Buchhandlung diesem Diktat unterwerfen und am Samstag, dem 23. Dezember, bis 19.00 Uhr (statt erlaubt bis 18.00 Uhr) offen halten will. Eine Flugblattverteilung wurde für den Ernstfall vorbereitet, die zum einen auf den Rechtsbruch und zum anderen auf die Situation der leidtragenden Angestellten aufmerksam machen sollte. Wir informierten den zuständigen Sekretär in der GPA und mit seiner Hilfe wurde Druck gemacht: Bezirksvorsteher und ÖGB intervenierten und siehe da, die Hinweistafeln für die verlängerte Öffnung wurden abmontiert und die Beschäftigten mussten am Samstag nicht länger arbeiten.

Die Wachsamkeit hat sich ausgezahlt. Gemeinsam mit den Handelsangestellten müssen wir aber gegen die weiteren schwarz-blauen "Liberalisierungs"-Vorhaben Bartensteins und Riess-Passers ankämpfen - auf die Solidarität der Kundinnen und Kunden sind wir dabei angewiesen.


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