Zitate zur ÖIAG

Kronen Zeitung 13. 01. 2001 Kommentar von Dr. Georg Wailand

"Die ÖIAG am Wendepunkt"

"... Derzeit jedenfalls ist das "Streicher-Schnalzen" im derben, ländlichen Stil im Gange. Im Klartext: Man will den (roten) ÖIAG-General Streicher loswerden und erschreckt ihn gern demonstrativ und öffentlich, bis er das Handtuch wirft. ... Viel wichtiger ist die künftige Strategie der ÖIAG. Manche Beobachter haben den Eindruck, die ÖIAG hätte sich einem Hochgeschwindigkeits-Wettbewerb verschrieben, wer am schnellsten Firmen ans Ausland verscherbelt. Es wird jetzt an den zweifellos tüchtigen ÖIAG-Aufsichtsräten liegen, diesen Eindruck ins Lot zu bringen. Dass sie nämlich sehr wohl ‚Österreichische Interessen vertreten'."

Kurier 20. 01. 2001 Kommentar von Reinhard Göweil

"Alles neu macht die ÖIAG" "Offen bleibt die Frage, wie es mit der ÖIAG weiter geht. Rückzug des Staates - gut, aber das als einziges Konzept ist armselig. Wer soll die Unternehmen industriell führen? Was passiert mit dem Metallurgie-Know-how, eine österreichische Stärke? Die Fragen werden nicht beantwortet, am wenigsten von Analysen einer Investmentbank."

Kurier 20. 01. 2001 Schlagzeilen

"Startschuss zum Staatsschlussverkauf" "Voest-Babies": Begehrte Kaufobjekte der Konkurrenten

Kurier 21. 01. 2001 Kommentar von Peter Rabl

"Filetstücke für Private, die Knochen für den Staat" "Heute stellt sich die Frage anders herum: Ob nicht die minder ideologisierte Privatisierung um jeden Preis viele weitere Milliarden durch die Verschleuderung von staatlichen Unternehmenswerten bedeutet. ... Für die neue Ideologie steht, wie der Standard dieser Tage treffend formulierte der "Verein der Freunde Prinzhorns". ... Jetzt droht die Verschleuderung von wirtschaftlichen Filetstücken an Private, dem Staat bleiben nur die Knochen. ... Jetzt ist es hoch an der Zeit, in der ÖIAG und vor allem mit der ÖIAG eine grundsätzliche Debatte um das richtige Tempo der Privatisierungen zu führen. Die darf man in der Koalition nicht länger Prinzhorn und seinen Freunden überlassen."


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