Feinkostladen oder Gartenzwerg?

In Österreich standen 1989 nur 3,5 Prozent der Rinder in Betrieben mit mehr als 75 Stück. Das war weniger als 1 Prozent aller Betriebe. In der EG der 10 Länder waren damals schon mehr als ein Drittel der Rinder in Betrieben mit mehr als 100 Stück, das waren 8 Prozent der Betriebe. 46 Prozent der österreichischen Betriebe hielten weniger als 10 Rinder, in der EG 16 Prozent der Betriebe. Der Erzeugerpreis für Rindfleisch sank 1975-86 in der EG um rund ein Drittel, in Österreich um 20 Prozent.

1994 (EG der 12 Länder) waren in GB 69 Prozent der Rinder in Beständen über 100 Stück, im EG-Durchschnitt 39 Prozent und in Österreich 2,4 Prozent.

Jährlich Milliarden für die Großen

1995 bis 1999 ist die Zahl der Selbständigen und Familienangehörigen in der österreichischen Land- und Forstwirtschaft von 139.700 auf 120.100 zurückgegangen, der unselbständig Beschäftigten von 30.100 auf 29.800 (davon sind im Jahresdurchschnitt 4.000 arbeitslos).

Subventionen gibt es unter verschiedenen Titeln. An Marktordnungsprämien wurden z.B. jährlich mehr als 6 Mrd Schilling ausgeschüttet, für Umweltprogramme jeweils rund 7,5 Mrd, Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete jeweils nicht ganz 3 Mrd. Gesamtsumme 1995-99 von 24,7 auf 17,3 Mrd Schilling abnehmend. Pro Selbständigen und Familienmitglied wären das im Durchschnitt jährlich rund 150.000 Schilling. Aber etwa 15.000 Betriebe haben 80 Prozent der Gesamtförderungen kassiert - also zwischen 12 und 20 Mrd Schilling jährlich, das wären pro Betrieb im Schnitt mehr als eine Million Schilling pro Jahr.


(c) 2001 by Gewerkschaftlicher Linksblock

Designed by
Web Design Zehetbauer