Weltgewerkschaftsbund:

Regionalbüro Europa in Athen gegründet

Auf Initiative von P.A.M.E. All Workers Militant Front, dem klassenkämpferischen Teil der griechischen Gewerkschaften, kam es am 7.4.2001 zu einer Regionalkonferenz von europäischen

Mitgliedsorganisationen des Weltgewerkschaftsbundes (WFTU), unter anderem aus Österreich, Rußland, Tschechien, Griechenland und beiden Teilen Cyperns.

Gerade angesichts der weiter fortschreitenden neoliberalen Globalisierung mit ihren negativen Folgen für Angestellte, ArbeiterInnen und PensionistInnen und angesichts der Entwicklung der EU zum militaristischen Superstaat der Konzerne ging es darum, die Aktivitäten in Europa zu verstärken. Um diese zu unterstützen und sich aktiv in die sozialen Bewegungen Europas einzubringen, wurde ein Regionalbüro Europa des WFTU

gegründet. Neben einer Intensivierung der Kontakte zu anderen Gewerkschaftsverbänden bzw. zu Sozial-, Friedens- und Ökologiebewegungen in ganz Europa soll auch verstärkt die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Regierungen, aber auch mit jenen Gewerkschaften geführt werden, die immer noch glauben, auf sozialpartnerschaftlichem Weg die sozialen Probleme Europas lösen zu können. Konkrete Aktionen sollen folgen - so zum Beispiel vom 1.-7. Mai eine internationale Aktionswoche gegen die neoliberale Globalisierung. In einer Resolution fordert die Konferenz von Athen unter anderem ein soziales Europa ohne Arbeitslosigkeit, die Einhaltung der demokratischen Rechte der Gewerkschaften, das Recht auf soziale Sicherheit und auf Pensionen, die eine sichere

Existenz ermöglichen sowie die Beseitigung aller Formen von Diskriminierung anderer und Rassismus.

Bleibt zu hoffen, dass von dem neuen Regionalbüro Europa des WFTU neue Impulse für den Widerstand gegen den Sozialabbau in Europa ausgehen.

- Jonischkeit -


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