
Sozialdemokraten distanzierten sich von GLB-Aktion! ITF-Aktionstag am 29.3.2001
Sicherheit und der in Europa wie ein Gespenst über allen Bahnen liegende Börsentripp war der ITF (Internationale-Transportarbeiter-Föderation) einen weiteren Aktionstag wert. Wer nun glaubte, die von der Regierung kurz zuvor präsentierten Zerschlagungspläne gegen die ÖBB hätten dazu geführt, eine wirkliche Aktion im Rahmen dieses Aktionstages durchzuführen, wurde enttäuscht. Pressekonferenz, Podiumsdiskussion und ein Folder (Sicherheit im Bahnverkehr), unter Teilnahme des GdE-Vorsitzenden Haberzettl und mehr oder weniger Gleichgesinnten am Wiener Südbahnhof:
Das war`s!
Wir vom Linksblock hatten über die Medien schon bei der Vorbereitung zu diesem Aktionstag das Vergnügen, die Auffassungen unseres GdE-Chefs vom Aktionstag kennenzulernen. Er distanzierte sich prophylaktisch von allen Versuchen größerer Ansammlungen und Aktionen. Niemand will Kollegen Haberzettl seine Rolle als Vorsitzender der GdE streitig machen, allerdings glauben wir, dass eine Pressekonferenz oder Podiumsdiskussion die Regierung und das Management nicht wirklich von den Zerschlagungsplänen zurückschrecken wird. Die KollegInnen können sich selbst ein Bild davon machen, wie glaubwürdig diese Art von "Widerstand" ist.
Ein Aktionstag ist etwas ganz anderes!
Der GLB hat sich trotz der Distanzierungen, die uns Haberzettl über die Presse ausrichten ließ, mit Transparenten und bescheidenen Kräften an dieser Aktion beteiligt. Viele Menschen haben uns Recht gegeben. Auch die Aktionsbereitschaft der Eisenbahner in Frankreich beweist, wie man erfolgreich sein kann.
Überaus bedenklich ist das Verhalten der FSG im Gesamten sowieso, aber mit nebenstehender Aussendung schlagen sie, nach der Distanzierung zur GLB-Aktion, wirklich dem Fass den Boden aus. Offensichtlich werden wir schön langsam doch die Vorreiter und Vordenker der Mehrheitsfraktion.