
Schluss mit dem Terror von Pro-Life!
Von Claudia SORGER.*) Die radikalen Abtreibungsgegner von "Ja zum Leben" befinden sich in der Offensive. Seit über vier Jahren Jahren terrorisieren die AktivistInnen von "Ja zum Leben" tagtäglich Frauen vor Abtreibungskliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen, beschimpfen sie als Mörderinnen, halten ihnen blutige Bilder vors Gesicht und prophezeien ihnen Elend und Verdammnis. Nicht genug, dass die so genannten "Lebensschützer" schon seit Jahren Frauen mit ihrer Greuelpropaganda belästigen, führen sie ihren "Krieg" jetzt auf gerichtlichem Weg. Nachdem die Gruppe um Dietmar Fischer (der Leiter von "Ja zum Leben") ihren Psychoterror in den letzten Jahren auf das Ambulatorium am Fleischmarkt konzentriert hat, haben sie jetzt ihre Hauptaktivitäten auf die Krankenanstalt Mairo in der Großen Sperlgasse verlagert. Aber nicht genug, dass sie dort auch tagtäglich Frauen beschimpfen und verfolgen, gehen sie dort aufs Ganze und wollen die Klinik wegbekommen. Finanziert durch dubiose Spendengelder haben sie mittlerweile schon drei Wohnungen in dem Haus, in dem sich die Klinik befindet, gekauft, eine davon ist die Wohnung der Klinik selbst. Unter dem Vorwand, dass sich die BewohnerInnen des Hauses durch die Klinik belästigt fühlen, wurde eine Kündigungsklage eingebracht. Der ideologische Hintergrund dieser Extremisten kommt nicht zuletzt dadurch zum Vorschein, dass sie dabei von der Anwaltskanzlei Böhmdorfer-Gheneff vertreten werden. Worum es in diesem Prozess wirklich geht, war an den vergangenen Verhandlungsterminen zu sehen: Die BetreiberInnen der Klinik, ÄrztInnen und PatientInnen sollen eingeschüchtert werden. Videoaufzeichnungen und Fotos, die ständig von den "Ja zum Leben"-Aktivisten rund um die Klinik gemacht werden, wurden als Argumentationsgrundlage angeführt. Die Rechtsanwältin Gheneff erkundigte sich immer wieder nach Verbindungen zu den OrganisatorInnen der Kundgebungen zur Verteidigung des Rechts auf Abtreibung (also uns). Die Methoden der AktivistInnen von "Ja zum Leben" machen deutlich, dass wir es hier nicht nur mit ein paar "Spinnern" zu tun haben, sondern mit Leuten, die einen regelrechten Krieg gegen das Recht auf Abtreibung führen. "Ja zum Leben" ist Teil der Organisation "Human Life International", die in den USA gegründet wurde und deren AktivistInnen in den USA in der Vergangenheit bereits ÄrztInnen ermordet haben. In Österreich haben sie sich bis jetzt auf Morddrohungen gegenüber der Betreiberin der Mairo-Klinik beschränkt. Klar ist auf jeden Fall, dass sie sich durch die blau-schwarze Regierung enorm gestärkt fühlen und es ist anzunehmen, dass sie von VerteterInnen der Regierung auch tatsächliche (finanzielle) Unterstützung bekommen. Für die Gemeinderatswahl in Wien haben sie jedenfalls aufgerufen, FPÖ zu wählen, um das ungeborenen Leben zu schützen. Schon in den letzten Monaten hat die SLP versucht, gegen den Terror von "Ja zum Leben" aufzutreten: Mit Gegenkundgebungen (jeden letzten Samstag im Monat veranstalten die "Ja zum Leben"-AktivistInnen eine Betorgie vor der Klinik), Veranstaltungen, Sammeln von Kampagnenkarten bei den AnrainerInnen etc. Die radikalen Abtreibungsgegner zeichnen sich in ihren Aktivitäten durch eine Beharrlichkeit aus, die ebenso wie ihre immer gleiche Propaganda Bestandteil ihres international angewendeten Programms ist. Jetzt gilt es zu verhindern, dass sie mit ihrer Taktik Erfolg haben. Die SLP hat vor, die Kampagne in den nächsten Monaten verstärkt zu führen und neben den Aktivitäten rund um die Mairo-Klinik für eine Große Demo gegen den "Marsch für das Leben" (wird jedes Jahr von "Ja zum Leben" Mitte August abgehalten) zu mobilisieren. Um dieses Ziel zu erreichen und die Kampagne auszuweiten, rufen wir Euch auf, Euch an der Kampagne zu beteiligen. (Nähere Info über www.slp.at/ Tel: 524 63 10) Nächster Termin für Kundgebung "Schluss mit dem Terror von Pro-Life" 28. Juli von 8.30-11.00 vor der Mairo-Klinik (2, Gr. Sperlg. 33) *) Claudia Sorger ist Frauensprecherin der SLP