Grazer Taxigewerbe unter Wettbewerbsdruck

Kollektivvertragsabschluss würde Abhilfe schaffen !

Ginge es nicht um die Existenz hunderter betroffener Grazer TaxlerInnen hätten die jüngsten Ereignisse rund um das Taxigewerbe kabarettistischen Charakter.

Man stelle sich vor: Zuerst fordern die Platzhirsche der Grazer Taxiszene die völlige Liberalisierung des Gewerbes nach EU-Vorbild. Diese Forderung wird erfüllt. Danach verlangen sie Freigabe der Tarife um ihre Bilanzen zu verbessern – die Freigabe kommt.

Und jetzt "wagt" möglicherweise ein Konkurrent aus der BRD unter der Bezeichnung "MIKA" mit rund 50 Autos des Grazer Taximarkt kräftig aufzumischen und seine Bediensteten mit Fixlöhnen einzustellen.

Plötzlich schlagen die Grazer Taxiunternehmen andere Töne an: "Kontrolle" wird verlangt, der "Todesstoß" befürchtet, gegen "Finanzjongleure" gewettert. Der Chef der Funktaxigruppe "889" Knauss möchte gar "billiger fahren" (zu Lasten der TaxlerInnen?) um konkurrenzfähig zu bleiben.

Dabei gäbe es eine Lösung die beide Seiten, Unternehmern wie Bediensteten, nur Vorteile bringen würde:

Den Abschluss eines schon jahrelang verhandelten Kollektivvertrags für das steirische Taxigewerbe!

Ein Kollektivvertrag ist als Basis klarer "Spielregeln" kontrollier- und nachvollziehbar und durch Verhandlungen immer wieder veränderbar.

Daher der Appell an eine verunsicherte Grazer Taxiunternehmerschaft: Her mit einem Kollektivvertrag!

Kurt Luttenberger, aus "Grazer Stadtblatt" Nr. 3/2001)


(c) 2001 by Gewerkschaftlicher Linksblock